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Schulgeldfreiheit in den Gesundheitsfachberufen in NRW

Durch Verabschiedung einer entsprechenden Richtlinie zur „Schulgeldbefreiung in Gesundheitsberufen“ will das Land NRW seine Auszubildenden in Gesundheitsfachberufen unterstützen und kündigt rückwirkend zum 01. Januar 2021 die hundertprozentige Übernahme der Schulgebühren an.

Drei Freunde lachen und umarmen sich auf einer Stadtstraße.

Am 01. September 2018 hatte die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland mit siebzigprozentiger Übernahme des bisher von den Lernenden in den Gesundheitsfachberufen erhobenen Schulgeldes den Startschuss zur Schulgeldfreiheit gegeben. Der aktuelle Koalitionsvertrag der Bundesregierung sieht eine Schulgeldbefreiung in den gesundheitsberuflichen Ausbildungen zwar vor, das Land NRW wollte aber nicht länger auf eine bundesweite Regelung warten und wagt mit der Schulgeldbefreiung auf Landesebene nun den Vorstoß. Das bisherige Ziel, eine einheitliche Regelung für alle Bundesländer zu haben, bleibt aber nach wie vor bestehen. Rund 43,2 Millionen Euro werden hierfür vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales bereitgestellt.

Die Schulgeldfreiheit soll dem Fachkräftemangel in den Gesundheitsfachberufen entgegenwirken und die Attraktivität dieser Ausbildungen erhöhen. Außerdem trägt die Schulgeldbefreiung zu mehr Gerechtigkeit bei: Gesundheitsfachberufe etwa, die ein Studium erfordern, werden bereits in vielen Fällen vom Staat bezahlt.

Durch Verabschiedung einer entsprechenden Richtlinie zur „Schulgeldbefreiung in Gesundheitsberufen“ will das Land NRW seine Auszubildenden in Gesundheitsfachberufen unterstützen und kündigt die hundertprozentige Übernahme der Schulgebühren an. Wann und wie die Auszahlung der Förderung genau erfolgt, steht bislang noch nicht fest.

Auch an den SRH Fachschulen an den Standorten Düsseldorf, Leverkusen und Bonn profitieren die Lernenden, deren Ausbildungen in den Bereichen Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie rückwirkend ab dem 01. Januar 2021 schulgeldbefreit ist. Sobald das Land die Finanzierung vollständig übernimmt, entfallen die Schulgelder für unsere Schülerinnen und Schüler und eine Rückvergütung ggf. überzahlter Gebühren erfolgt. So sichern wir die laufende Finanzierung und können auch in dieser Übergangszeit eine gute Ausbildung für unsere Lernenden aufrechterhalten.

Wir freuen uns mit unseren Teilnehmenden über die angekündigte Schulgeldfreiheit und über diesen wichtigen Schritt, um dem Fachkräftemangel in diesen Berufen gegenzusteuern.