Essen macht gesund
Essen muss im Alltag häufig schnell gehen. Doch was und wie wir essen, hat wesentlichen Einfluss auf die Gesundheit, bestimmte Lebensmittel können Entzündungen und sogar Krebs vorbeugen. Welche das sind, erklärt zum Welt-Gesundheitstag am 7. April 2026 Diätassistentin Ramona Paul von den SRH Fachschulen.
Du bist, was du isst: Studien belegen immer wieder einen Zusammenhang zwischen Essen und Gesundheit. Bestimmte Lebensmittel können etwa Entzündungen entgegenwirken und so bei Erkrankungen unterstützen oder diese sogar verhindern
Vor allem Obst, Gemüse, Nüsse und Saaten liefern entzündungshemmende, antibakterielle Inhaltsstoffe und können sogar Krebs vorbeugen. „Insbesondere sind das sekundäre Pflanzenstoffe, wie Polyphenole, Carotinoide und Sulfide, also sogenannte Antioxidantien, die aus Obst und Gemüse gegen freie Radikale und Zellveränderungen wirken“, sagt Ramona Paul, Dozentin an der SRH Fachschule für Diätassistenz in Heidelberg. Antioxidantien sind etwa in Möhren oder Roter Beete enthalten. Staatlich anerkannte Diätassistent:innen beraten Menschen dazu, wie sie mithilfe der Ernährung ihre Gesundheit unterstützen können, etwa als Ergänzung zu einer medizinischen Behandlung oder bei ärztlich verordneten Diäten.
Wer – wo möglich – Lebensmittel mit Schale verarbeitet, bekommt zusätzliche Ballaststoffe und Antioxidantien. Rohkost enthält die meisten Vitamine, muss aber nicht ausschließlich sein. Denn die Zubereitung kann dabei unterstützen, hitzestabile Inhaltsstoffe zu erhalten: Dämpfen oder Dünsten etwa schont die Vitamine.
Auch das Essverhalten steuert, wie gut der Körper Nährstoffe verarbeiten kann. Pausen zwischen den Mahlzeiten von etwa vier Stunden unterstützen eine optimale Verdauungsleistung und helfen, Blutzucker und Insulin-Ausschüttung zu stabilisieren.
Und welche Lebensmittel fördern Entzündungen eher? „Wissenschaftliche Studien geben eine Vermutung darüber, dass Omega-6-Fettsäuren, zum Beispiel aus Sonnenblumen- oder Distelöl, Fleisch und Wurst, Entzündungen im Körper fördern können“, erklärt Ramona Paul. „Genauso spielen Fertiggerichte mit viel gesättigten Fettsäuren und Zucker eine Rolle. Wie immer gilt: Die Menge macht den Unterschied.“
Nicht jeder hat im Alltag die Zeit, immer schonend und frisch zu kochen. Doch Bewegung spielt laut Studien eine ebenso wichtige Rolle, um Entzündungen vorzubeugen, genauso wie ein gesundes Stressmanagement. „Viele Erkrankungen können durch die Ernährung und gesunde Bewegung im Vorfeld abgemildert oder sogar verhindert werden. Da macht genussvolles Kochen und Essen doch gleich noch mehr Freude“, sagt Ramona Paul.








